
Die European Science Park Group (ESPG) blickt auf ein herausforderndes Marktumfeld im ersten Halbjahr zurück – der Leerstand werde zunehmen, temporär.
Anpassungen im Mietermix – unter anderem durch das Auslaufen bestehender Mietverträge – führen zu einem temporären Anstieg des Leerstands. Gleichzeitig gelingen mehrere Vermietungserfolge mit zukunftsgerichteten Unternehmen, die das Portfolio inhaltlich und strukturell stärken und die Transformation der Standorte aktiv vorantreiben.
Zum 31. August ende das Mietverhältnis mit SAP, das rund 7.580 Quadratmeter Fläche umfasst. Zudem habe Nokia eine vertraglich vereinbarte Kündigungsoption im Objekt SCIENCE CITY Ulm genutzt. Durch diese Entwicklungen erwarte ESPG, dass die Leerstandsquote in der zweiten Jahreshälfte im Portfolio vorübergehend auf über 30% steige.
„Die Anpassungen im Mietermix spiegeln den laufenden Wandel in den Nutzeranforderungen, die aktuellen Marktbedingungen und die Nachwehen der jüngsten Unternehmensgeschichte wider“, so Ralf Nöcker, Vorstand der ESPG. „Wir sehen hierin die Chance, unsere Immobilien noch gezielter auf Mieter aus zukunftsorientierten Branchen auszurichten. Mit der Fokussierung auf technologieaffine, bildungsnahe und gesundheitsbezogene Nutzergruppen stärken wir nicht nur die inhaltliche Qualität unseres Portfolios, sondern schaffen auch langfristig stabile Mieterstrukturen. Unsere Standorte entwickeln sich zunehmend zu thematischen Clustern, in denen Unternehmen voneinander profitieren – etwa durch den direkten Austausch, gemeinsame Forschungsinitiativen oder die Nähe zu Hochschulen.“
Die vollständigen Geschäftszahlen für Jahr 2024 werde ESPG in den nächsten Wochen veröffentlichen. Vorläufig zeichnet sich eine deutliche Stärkung des pro-forma wirtschaftlichen Eigenkapitals auf über 80 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 ab, das zu einem prognostizierten Loan-to-Value (LTV) von etwa 58% führen dürfte – im Gegensatz zu einer wesentlich höheren Verschuldungsquote noch zum 30. Juni vergangenen Jahres.
ESPG
…, also die European Science Park Group, ist ein auf Science Parks spezialisiertes Immobilienunternehmen. Der Fokus der Gesellschaft liegt auf dem Aufbau von Wissenschaftsparks, überwiegend geprägt von Mietern aus Zukunftsbranchen wie Biowissenschaften, grüne Technologien oder digitale Transformation, die von der Nähe zueinander und der direkten Nachbarschaft zu Universitäten, Kliniken oder Forschungsstandorten profitieren. Das Portfolio der ESPG umfasst bereits europaweit 16 Wissenschaftsparks mit einer Gesamtfläche von 126.000 Quadratmetern. Die Standorte sind in der Regel außerhalb der Metropolen angesiedelt, in Gebieten, die als Wissenschaftscluster gelten oder eine hohe Konzentration innovativer Unternehmen aufweisen.
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