
Welche Rolle spielt Technologie für die internationale Wettbewerbsfähigkeit? Das neue VivaTech Confidence Barometer 2025 gibt Aufschluss.
Für die repräsentative, internationale Studie ließ der Veranstalter des größten, europäischen Technologie- und Start-up-Events, VivaTechnology, Top-Manager aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien sowie den USA und Kanada befragen. 1.700 Führungskräfte, die beruflich mit Technologie zu tun haben, schätzten unter anderem die nationale Wettbewerbsfähigkeit oder Chancen und Risiken technologischer Entwicklungen ein. Das sind die fünf wichtigsten Ergebnisse:
1 Technologie als Treiber
Auf internationaler Ebene mitzuspielen, hat für viele Unternehmen oberste Priorität. Und Technologie ist das Mittel der Wahl, um dieses Ziel zu erreichen. 81% der Führungskräfte glauben, dass Technologie für ihr Unternehmen der Schlüssel zu mehr internationaler Wettbewerbsfähigkeit ist. In Deutschland und Frankreich stimmen dem immerhin 76% zu.
2 Um wettbewerbsfähig zu sein, braucht es mehr als nur Technologie
Die Studie zeigte aber auch, dass Erfolg in einem Technologie-getriebenen Umfeld stark von nicht-technischen Faktoren abhängt. Die befragten Führungskräfte nannten als entscheidend:
– hochqualifiziertes Personal (45%)
– laufende Investitionen in Forschung & Entwicklung (44%)
– ein guter internationaler Ruf und hohe Anerkennung (43%)
Der Faktor Mensch steht also im Mittelpunkt. Wenn es um die Einführung neuer Technologien geht, tun sich jedoch große Hürden auf. So fürchten durchschnittlich 41% der Unternehmen, der Mangel an qualifiziertem Personal könnte sie ausbremsen. 39% sehen den Widerstand gegen Veränderungen als Hemmschuh für Technologieeinführungen.
3 KI führt die Investitionsplanung an
In den nächsten zwölf Monaten wollen 85% aller international befragten Unternehmen noch stärker in Künstliche Intelligenz investieren. In Deutschland planen dies immerhin 81%. Entsprechend gilt für 65% KI als die Technologie, die sich am wahrscheinlichsten auf ihr Geschäft auswirken wird. Sie liegt damit weit vor Cybersicherheit und Cloud Computing mit 41 beziehungsweise 39%.
4 Europäische Länder sehen ihre technologische Wettbewerbsfähigkeit unterschiedlich
Am zuversichtlichsten unter den befragten Europäern beurteilen die CEOs aus dem Vereinigten Königreich (81%) die Stärke ihrer Unternehmen. Zum Vergleich: In den USA sind 92% von der Wettbewerbsfähigkeit ihres Landes überzeugt.
5 Technologischer Fortschritt ist Risiko und Lösung zugleich
Auch um die negativen Umweltauswirkungen von Technologie sorgen sich 70% der Führungskräfte. Darunter vor allem Unicorns, Start-ups und Scale-ups, von denen 47% sogar sehr besorgt sind. Dieses hohe Bewusstsein ist gleichzeitig aber auch eine gute Nachricht für GreenTech und nachhaltige Lösungen!
Technologie ist zwar mit Unsicherheiten und Risiken behaftet, dennoch ist sie für 90% der Führungskräfte die Antwort auf die großen Aufgaben unserer Zeit.
Fazit
Insgesamt betrachten Unternehmen technologischen Fortschritt zunehmend strategisch und die Entscheidungsträger sehen vorrangig in diesem Bereich Investitionsbedarf. In puncto Wettbewerbsfähigkeit gehen die Meinungen der Befragten je nach Region deutlich auseinander. Bei der Einführung neuer Technologien und Innovationen schätzen aber immerhin noch 63% der deutschen CEOs die eigene Wirtschaft als führend ein.
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