Kryptowährungen im Spagat: Milliarden-Zuflüsse, aber auch Milliardenverluste durch Hacks

Kryptowährungen erlebten 2025 ein Jahr der Gegensätze: Milliardenverluste durch Hacks trafen auf Rekordinvestitionen großer Institutionen.

Das Jahr 2025 sei für Kryptowährungen von extremen Gegensätzen geprägt gewesen. Während neuerliche großangelegte Sicherheitsvorfälle den Markt belastet hätten, habe sich die institutionelle Adoption auf ein neues Niveau beschleunigt. Das gehe aus dem aktuellen Marktbericht von Finbold hervor.

Über das gesamte Jahr hinweg hätten Krypto-Hacks Verluste von rund 2,8 Mrd. USD verursacht. Diese seien stark auf wenige Großereignisse zu Jahresbeginn konzentriert gewesen. Gleichzeitig hätten institutionelle Investoren ihre Engagements deutlich ausgebaut, die Infrastruktur sei weitergewachsen und die On-Chain-Vermögensverteilung habe sich spürbar verändert.

Besonders auffällig sei gewesen, dass nahezu zwei Drittel der Hack-Verluste im ersten Quartal angefallen seien. In den Folgequartalen habe sich das Schadensvolumen deutlich reduziert. Parallel dazu habe BlackRock sein Krypto-Portfolio um gut 22 Mrd. USD ausgebaut – von knapp 55 Mrd. USD zu Jahresbeginn auf rund 77 Mrd. USD zum 31. Dezember. Treiber seien vor allem Bitcoin (rund 16 Mrd. USD) und Ethereum (gut 6,5 Mrd. USD) gewesen.

Rote Karte für Hacker - aber auch für einige Kryptowährungen

Gleichzeitig habe sich die Zahl der Bitcoin-Millionärs-Adressen indes verringert. Laut Bericht seien rund 7.500 Adressen weggefallen, sodass Ende 2025 noch etwa 148.000 Adressen mit mehr als 1 Mio. USD existiert hätten, darunter rund 16.400 mit sogar über 10 Mio. USD. Dies deute auf eine Konsolidierung des Vermögens hin – sozusagen eine Konzentration auf die Erfolgreichsten.

Auch die Infrastruktur habe sich weiterentwickelt: Weltweit seien mehr als 1.400 neue Bitcoin-Geldautomaten installiert worden, davon knapp 500 in den USA, womit sich die Gesamtzahl auf rund 39.000 Automaten erhöht habe. Dagegen habe die Aktivität im XRP-Netzwerk nachgelassen: Die Gesamtzahl der Adressen sei um rund 1,6 Mio., die der aktiven Adressen um knapp 20.000 gesunken.

Die Autoren des Berichts erklärten, 2025 habe die wachsende Kluft zwischen institutioneller Überzeugung und anhaltenden Sicherheitsrisiken verdeutlicht. Trotz Milliardenverlusten durch Hacks sei weiterhin Kapital in Bitcoin und Ethereum geflossen, während Nutzeraktivität und Vermögen zunehmend konzentriert gewesen seien.

Eine vollständige Analyse des Finbold-Marktberichts zu Kryptowährungen 2025 findet sich online.

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