
Der Hype um Edelmetalle, v.a. Gold und Silber, kennt derzeit kaum Grenzen mit einen außergewöhnlich starken Wertzuwachs – und Bitcoin schwächelt…
Gleichzeitig bleibt eine Reaktion des Kryptomarkts auf die fragile geopolitische und makroökonomische Lage bislang aus. Eine neue Infografik von Coin-Update.de stellt diese Entwicklung dem schwindenden Vertrauen in den US-Dollar gegenüber und wirft damit erneut die Frage auf, wie belastbar das Narrativ von Bitcoin als ‚digitalem Gold‘ tatsächlich noch ist.
Wie die Infografik zeigt, hat sich die Performance der einzelnen Anlageklassen zuletzt deutlich auseinanderentwickelt: Während Silber auf Sicht von zwölf Monaten um rund 244% zulegen konnte und Gold ein Plus von knapp 83% verzeichnete, verlor Bitcoin im selben Zeitraum etwa 12%, Ethereum rund 6%. Selbst der DAX konnte sich dieser Entwicklung nicht entziehen und legte ebenfalls zu – ein Befund, der die relative Schwäche digitaler Assets im aktuellen Marktumfeld zusätzlich unterstreicht.
Angesichts der massiven Rallye ist Silber inzwischen im Marktkapitalisierungsranking direkt hinter Gold auf den zweiten Platz vorgerückt. Dahinter folgen große Technologiekonzerne wie NVIDIA und Alphabet, während Bitcoin aktuell nur auf Rang acht liegt – ein ungewohntes Bild, das die veränderten Kräfteverhältnisse zwischen klassischen Sachwerten, Aktien und digitalen Assets verdeutlicht.
Nach Schätzungen von Bloomberg Intelligence lag der Anteil des US-Dollars an den globalen Devisenreserven um die Jahrtausendwende noch bei über 60 Prozent, während er heute nur noch etwas über 40% beträgt. Diese Entwicklung verdeutlicht den schleichenden, aber strukturellen Bedeutungsverlust der US-Währung.
Dass der Hype um Edelmetalle inzwischen auch bei der breiten Masse angekommen ist, lässt sich an den Suchdaten ablesen. Google-Suchanfragen in Deutschland zu den Begriffen ‚Gold‘ und ‚Silber‘ haben auf Sicht der vergangenen fünf Jahre neue Höchststände erreicht, mit einem besonders starken Anstieg in den letzten Wochen. Die Aufmerksamkeit für Kryptowährungen fällt dagegen vergleichsweise gering aus.
Die aktuelle Marktphase verdeutlicht, dass Bitcoin seinem Anspruch als ‚digitales Gold‘ zumindest kurzfristig nicht gerecht wird. Während klassische Edelmetalle von Unsicherheit profitieren, verharren Kryptowährungen trotz hoher Verbreitung in einer Phase relativer Schwäche.
Hier geht es zum ausführlichen Artikel mit anschaulichen Grafiken.
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