EILMELDUNG: VEDES plant hälftige vorzeitige Rückzahlung der Anleihe 2017/22

VEDES plant Platzierung weiterer Schuldverschreibungen 2017/2022

Die VEDES AG ist gut durch die Coronakrise gekommen. Die Laufzeit der (restlichen) Anleihe soll verlängert werden, der Zinssatz leicht reduziert. Im Gegenzug werde die Anleihe 2017/22 zur Hälfte vorzeitig rückgeführt.

Durch die heute bekannt gegebene stille Beteiligung der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH, die eine Laufzeit bis Ende 2028 hat sowie nachrangig zu den Ansprüchen der anderen (erstrangigen) Gläubiger der VEDES AG (somit auch der Inhaber der Anleihe 2017/22, DE000 A2GSTP 1) und daher als wirtschaftliches Eigenkapital aus Sicht der anderen Fremdkapitalgeber zu qualifizieren ist, werde die VEDES ihre Kapitalkraft deutlich stärken und ihre Bonität weiter verbessern.

Die zufließenden Mittel sollen vom Unternehmen in die Digitalisierung investiert werden, indem der eigene Online-Handel unter Einbindung der angeschlossenen Facheinzelhändler ausgebaut und der Omnichannel-Vertrieb erweitert werde.

Die stille Beteiligung der BayBG steht unter dem Vorbehalt, dass der VEDES ein erweiterter Kontokorrentrahmen von insgesamt 5 Mio. EUR zur Verfügung steht und dass die ausstehende Anleihe 2017/22 in Höhe von (dann) 12,5 Mio. EUR bis zum 17. November 2026 verlängert wird. Sollten diese Bedingungen nicht bis zum 30. September 2021 erfüllt sein, stünde der BayBG ein Rücktrittsrecht vom Vertrag zu.

In Bezug auf die 5,0% Anleihe 2017/22 hat der Vorstand beschlossen, diese zu einem angepassten Zinssatz von 3,5% p.a. und sonst gleichen Anleihebedingungen – insbesondere unter Beibehaltung der Sicherheit – bis zum 17. November 2026 zu verlängern.

In diesem Zusammenhang verpflichtet sich das Unternehmen, bis spätestens zum 17. November 2021 (vorbehaltlich einer Verlängerung) den Nennbetrag der Anleihe entweder durch Teilrückzahlung oder durch einen Rückerwerb von aktuell 25 auf 12,5 Mio. EUR zu reduzieren.

Zudem solle eine vorzeitige Rückzahlung des reduzierten Anleihevolumens durch die VEDES erst wieder ab November 2024 möglich sein.

Vor diesem Hintergrund wird das Unternehmen alle Anleihegläubiger zu einer Abstimmung ohne Versammlung gemäß § 18 Schuldverschreibungsgesetz auffordern. Die vollständige Einladung wird voraussichtlich ab dem 7. Juli im Bundesanzeiger und auf der Internetseite der VEDES (www.vedes-gruppe.de) im Bereich „Investor Relations“ unter „Anleihegläubigerabstimmung“ abrufbar sein.

Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Märtz, VEDES

Die VEDES verfüge bereits über ein starkes wirtschaftliches Fundament, das durch die stille Beteiligung der BayBG eigenkapitalseitig nochmals deutlich verbessert werde. Das Unternehmen sei jedoch in keiner Weise von dieser Finanzierung abhängig, denn sie werde, so VEDES heute Mittag, das Ergebnis auch ohne die stille Beteiligung der BayBG in den kommenden Jahren signifikant und nachhaltig steigern.

Allerdings solle diese Chance auch im Sinne der Anleihegläubiger und der dann weiterhin börsennotierten Anleihe im reduzierten Volumen von 12,5 Mio. EUR genutzt werden, um das Chance-Risiko-Profil durch Tilgung aus der starken Liquidität einerseits und Erhöhung des wirtschaftlichen Eigenkapitals andererseits nochmals deutlich zu verbessern. Zudem gewinnt die VEDES mit der BayBG einen renommierten und erfahrenen Finanzierungspartner, der sich bis zum 31. Dezember 2028 und somit deutlich über die geplante neue Anleihe-Laufzeit hinaus verpflichtet hat.

Durch die angestrebte Prolongation der Anleihe wolle das Unternehmen zum einen den bewährten Zugang zum Kapitalmarkt erhalten und zum anderen den bestehenden Anleihegläubigern im aktuellen Zinsumfeld eine weiterhin attraktive Anlagemöglichkeit bieten.

Die geplante Anpassung des Kupons stehe im Einklang mit der kontinuierlichen Verbesserung des Chance-Risiko-Profils der VEDES, mit der spürbaren Stärkung der Eigenkapitalbasis und stetig abnehmenden Finanzierungskosten (Anleihe-Zinssätze) in der langjährigen Kapitalmarkthistorie des Unternehmens sowie mit der tatsächlichen durchschnittlichen Rendite der Anleihe 2017/22 während des vergangenen Jahres bei Kursen deutlich oberhalb von 100%.