
Die Deutsche Rohstoff AG (DRAG) überzeugt mit stabiler Produktion 2025 und startet mit neuen Bohrprogrammen offensiv ins Jahr 2026.
Die Mannheimer blicken auf ein operativ starkes viertes Quartal und ein insgesamt erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Die Produktion lag bei rund 13.600 BOE pro Tag bzw. etwa 8.800 Barrel Öl pro Tag. Damit sank die Gesamtförderung zwar um rund 8%, was jedoch nahezu ausschließlich auf eine geringere Gasproduktion zurückzuführen sei. Die Ölförderung blieb dagegen stabil auf Vorjahresniveau. Der Ölanteil an der Gesamtproduktion stieg auf rund zwei Drittel (Vorjahr: 60%). Der durchschnittliche WTI-Ölpreis lag 2025 bei 65,40 USD/bbl.
Treiber der stabilen Entwicklung war insbesondere die weiterhin starke Förderung der Mitte 2025 gestarteten Chinook-Bohrungen. Nach rund acht Monaten Laufzeit produzierten die ersten vier Bohrungen jeweils durchschnittlich rund 150.000 Barrel Öl und übertrafen damit die ursprünglichen Erwartungen deutlich.
Für 2026 setze das Unternehmen auf disziplinierte Investitionen und den Ausbau seiner US-Aktivitäten. Die Tochtergesellschaft 1876 Resources startet im Powder River Basin zunächst mit vier Niobrara-Bohrungen. Aufbauend auf deutlich gesunkene Kosten von rund 9 Mio. USD je Bohrung sollen auch bei niedrigeren Ölpreisen attraktive Renditen erzielt werden.
Im Joint Venture Salt Creek wurden neun Bohrungen bereits erfolgreich niedergebracht; der Produktionsstart werde im Sommer 2026 erwartet. Das Investitionsvolumen liege bei rund 40 Mio. USD. Parallel baut Bright Rock Energy seine Position in Ohio aus und erwarb Förderrechte auf rund 4.000 Acre für etwa 8 Mio. USD – ein wichtiger Schritt zur Diversifikation in der Utica/Point Pleasant-Formation.
Operativ bestätigen auch neue Bohrungen in den Formationen Niobrara und Mowry die Qualität der Flächen. Während einzelne Mowry-Bohrungen zunächst langsamer anliefen, stabilisierte sich die Produktion inzwischen auf solidem Niveau. Die Niobrara-Bohrungen entwickeln sich dagegen sehr stark und erreichen trotz höherer Bohrdichte Förderprofile nahe früherer Top-Bohrungen.
Zur Absicherung der Erlöse seien für 2026 rund 30% der Produktion gehedgt, für 2027 etwa 20%. Insgesamt sind rund 800.000 Barrel abgesichert – unter anderem über Swaps zu 66 USD/bbl sowie Put-Optionen bei 50 USD/bbl. Damit bleibe die Gesellschaft flexibel und könne gleichzeitig von steigenden Ölpreisen profitieren.
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