
Die vorgeschlagenen Ergänzungen zum Digital Asset Market Clarity Act – Clarity Act – und damit verbundene Regulierungsreformen könnten mehrere wichtige und potenziell transformative Auswirkungen auf den Krypto-Markt haben. Durch die Beseitigung langjähriger regulatorischer Unklarheiten zwischen der zentralen US-Behörde zur Regulierung von Futures- und Options-Märkten CFTC (Commodity Futures Trading Commission) und der Börsenaufsichtsbehörde SEC sowie der Schaffung eines regelbasierten, vorhersehbaren Ordnungsrahmens wird der Weg geebnet, damit Stablecoins und zahlungsorientierte digitale Vermögenswerte im Mainstream ankommen können. Selbst tokenisierte reale Vermögenswerte wie Immobilien, Schuldtitel und Fonds werden dadurch rentabler und entwickeln sich von reinen Spekulationsobjekten zu „Finanzinfrastruktur-/Vermögensverwaltungsinstrumenten”. Der aktuelle Marktkommentar von Sandeep Rao, Senior Analyst bei Leverage Shares & Income Shares:
Neue Vorschriften, wie strengere regulatorische Regeln zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und anderen Finanzstraftaten (AML/KYC-Anforderungen), Verbraucherschutzstandards für Stablecoins und transparente Emissions-/Verwahrungspraktiken, können dazu beitragen, Betrug einzudämmen, systemische Risiken zu verringern und das allgemeine Vertrauen in ein „institutionelles” Ökosystem zu stärken.
Doch dies untergräbt im Wesentlichen die Kernvision einer dezentralen, genehmigungsfreien Ethik außerhalb der Reichweite einer Regierung, die vielen Fürsprechern von Kryptowährungen am Herzen liegt. Stärkere und strengere Vorschriften könnten kleinere Akteure, die sich für kleinere oder noch in der Anfangsphase befindliche Projekte im Bereich Währungen oder Anwendungen einsetzen, potenziell verdrängen und so eine Welle von Konsolidierungen auslösen, die zu einer Konzentration auf wenige große Akteure führt.