Wiener Feinbäckerei: EBIT im Plus, alles andere nicht nachprüfbar

Wiener Feinbäckerei Heberer
Wiener Feinbäckerei Heberer

Die Wiener Feinbäckerei aus Mühlheim am Main sieht sich mit ihrer Restrukturierung auf Kurs: Zum 31. August lag das EBIT bei rund 1 Mio. EUR., bis zum Ende des Jahres rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 107 Mio. EUR.

Die Anfang des Jahres mit der Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitete Strategie gehe auf: Bis 2014 sollen Filialen in Randgebieten geschlossen werden, stattdessen will sich die familiengeführte Bäckerei auf Hochfrequenzstandorte wie Flughäfen oder Bahnhöfe konzentrieren. Die Restrukturierung liege voll im Plan und bereits für 2014 rechnen die Mühleimer mit einem positiven Jahresergebnis.

Das Bäckereiunternehmen begab 2011 per Privatplatzierung eine Unternehmensanleihe mit 7%iger Verzinsung. Schon damals wurde vor dem außergewöhnlich hohen Risiko des Wertpapiers gewarnt: Medienberichten zufolge saß die Bäckerei zum Emissionszeitpunkt auf einem Schuldenberg von 33 Mio. EUR, der Verschuldungsgrad betrug 76%. Bereits 2009 hatte Roland Berger ein Sanierungskonzept für die angeschlagene Kette erarbeitet.

Die Erlöse der Anleihe dienten denn auch vorrangig zur Fortführung der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. Anstelle von den ursprünglich geplanten 12 Mio. EUR konnte die Bäckerei aber nur 8,5 Mio. EUR einnehmen (BondGuide berichtete).

Die Wiener Feinbäckerei Heberer ist nach eigenen Angaben einer der führenden Filialisten im deutschen Bäckereimarkt.