
The Platform Group (kurz: TPG) hat einen Vertrag über den Erwerb der AEP GmbH mit Sitz in Alzenau bekannt gegeben.
AEP ist eine B2B-Großhandelsplattform für die Pharmabranche, Kunden sind mehrere Tausend Apotheken in Deutschland. Verkäufer sind mehrere Gesellschafter, bisheriger Mehrheitsgesellschafter mit 51,5% ist die Österreichische Post. Der Vollzug der Transaktion werde nach einer Zustimmung der Kartellbehörden und Erfüllung der Closing-Voraussetzungen im zweiten Quartal erwartet. Es erfolgt ein Erwerb von 100% der Anteile an der AEP GmbH.
Die AEP GmbH ist im pharmazeutischen Großhandels- und Plattformgeschäft in Deutschland tätig. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart.
Im Zuge der Übernahme der AEP verfolge TPG das Ziel, den Bereich Pharma als eigenständigen Geschäftsbereich zu etablieren, das Segment werde künftig unter der Bezeichnung Pharma & Service Goods geführt. Darüber hinaus sei geplant, den Bereich der Pharmaaktivitäten als vollständig eigenen Geschäftsbereich mit eigener Führung zu etablieren.
Hierzu zählen die Gesellschaften AEP, ApoNow, apothekia sowie die Plattform Doc.Green. Für das Geschäftsjahr 2026 sei beabsichtigt, weitere Gesellschaften im Bereich der Pharmaplattformen zu erwerben und in den Bereich der Pharma Group zu konsolidieren.
Der neu entstehende Bereich der Pharmagruppe werde mit einem jährlichen Umsatzvolumen von über 1,1 Mrd. EUR liegen. Ab dem Zeitpunkt des Closings erfolgt die Konsolidierung seitens der TPG. Bei Vollzug der geplanten Übernahme im zweiten Quartal und nach der notwendigen Freigabe vom Bundeskartellamt, würde sich die Planung der The Platform Group für das Geschäftsjahr 2026 deutlich verändern: D
Das GMV würde auf 3,0 Mrd. EUR ansteigen (pro-forma Betrachtung 2026) (bisherige Planung: 1,7 Mrd. EUR), der Umsatz bei 2 Mrd. EUR (pro-forma Betrachtung 2026) (bisherige Planung: 1 Mrd. EUR). Das EBITDA würde 90-100 Mio. EUR (pro-forma Betrachtung) erreichen (bisherige Planung: 70-80 Mio. EUR). Die Partnerzahl würde auf über 25.000 ansteigen (bisher: 18.000).
Die Finanzierung der Übernahme erfolgt auf Basis eines klar definierten Finanzierungskonzepts unter Einsatz von Eigenmittel, Eigenkapital sowie Fremdkapital. Der Vorstand werde bis März eine angepasste und nachhaltige Finanzierungstruktur im Zusammenhang mit der Übernahme der AEP Pharmagruppe abbilden.
Für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 sei ein Verschuldungsgrad zwischen 1,5 und 2,3 (unverändert) angestrebt.
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