
Sartorius eröffnet in Freiburg ein neues Kompetenzzentrum für Zell- und Gentherapie-Komponenten und baut seine Kapazitäten deutlich aus.
Der Life-Science-Konzern Sartorius hat in Freiburg im Breisgau ein neues Kompetenzzentrum für die Entwicklung und Produktion qualitätskritischer Materialien für Zell- und Gentherapien eröffnet. Mit der Investition von mehr als 140 Mio. EUR erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten in einem der dynamischsten Bereiche der Biopharmaindustrie deutlich.
Am neuen Standort entstehen auf rund 18.000 Quadratmetern moderne Produktions-, Labor- und Büroflächen für bis zu 180 Mitarbeitende. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Produktionskapazität für qualitätskritische Materialien am Standort Freiburg mehr als verdoppelt.
Im Fokus stehen Komponenten wie Zytokine, Wachstumsfaktoren und Zellkulturmedien, die für die Entwicklung und Herstellung innovativer Zell- und Gentherapien benötigt werden. Laut Sartorius entfallen bereits heute rund 30% der weltweiten Medikamentenpipelines auf diesen Bereich.
Fokus auf Wachstum und Nachhaltigkeit
Für Kapitalmarktteilnehmer ist insbesondere relevant, dass Sartorius seine langfristige Wachstumsstrategie im Bioprocess-Segment weiter forciert. Die Standorterweiterung ist Teil eines globalen Investitionsprogramms zum Ausbau des Entwicklungs- und Fertigungsnetzwerks. Ziel ist es unter anderem, die Lieferfähigkeit und Skalierbarkeit für Biopharma-Kunden zu erhöhen.
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt bei dem Neubau eine zentrale Rolle. Das Gebäude kommt laut Unternehmen vollständig ohne fossile Brennstoffe aus. Geothermie, Brunnenwasserkühlung und Photovoltaik sollen den Energiebedarf decken. Dafür erhielt der Standort bereits eine Gold-Vorzertifizierung der DGNB.
Die Erweiterung in Freiburg folgt auf die Übernahme der CellGenix GmbH, an der Sartorius bereits 2021 die Mehrheit erworben hatte. Seit Anfang 2026 ist das Unternehmen vollständig in den Konzern integriert.
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