S.A.G. Solarstrom 2012 trotz Branchenkrise profitabel

Trotz Branchenkrise kam für S.A.G. 2012 die Sonne durch.Quelle: S.A.G. Solarstrom AG; Chart SAG-Anleihe 2010/15: OnVista

Die S.A.G. Solarstrom AG hat heute die Zahlen für das Geschäftsjahr 2012 veröffentlicht. Trotz der Krise in der Photovoltaikbranche war das Unternehmen profitabel und konnte seine Prognosen erfüllen.

Allerdings ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 262 auf 189 Mio. EUR zurück. Grund dafür seien die deutlich gefallenen Systempreise gewesen. Das Absatz- und Installationsvolumen lag dagegen laut S.A.G. mit 117 MWp sogar über dem Vorjahr (100 MWp).

Sowohl das EBIT mit 8,9 Mio. EUR als auch das Konzernjahresergebnis mit 1,1 Mio. EUR waren in den schwarzen Zahlen. Die Aktionäre sollen, sofern die Hauptversammlung zustimmt, wie im Vorjahr mit einer Dividende von 12,5 Cent pro Aktie an dem Ergebnis teilhaben.

„Es hat sich ausgezahlt, dass wir bereits Ende 2011 auf die sich abzeichnende Krise in der Solarbranche reagiert und unsere Kostenstruktur angepasst haben und gleichzeitig in der Lage waren, unser Installations- und Absatzvolumen zu steigern“, erklärt Dr. Karl Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der S.A.G. Solarstrom AG. „Das dürfte nicht allzu vielen Unternehmen in der Branche gelungen sein. Das angesichts des Marktumfeldes hervorragende Ergebnis für 2012 untermauert, dass wir zu den Unternehmen gehören, die gestärkt aus der Krise der Solarbranche hervorgehen werden.“

Der Geschäftsbereich Projektierung und Anlagenbau war mit 138 Mio. EUR der Haupt-Umsatzträger von S.A.G. 2011 hatte das Unternehmen in diesem Segment noch 200 Mio. EUR umgesetzt. Dennoch stiegt das EBIT deutlich von 2,4 auf 5,4 Mio. EUR. Ein Grund dafür sei der Einstieg in das Sekundärmarktgeschäft gewesen.

Während für den Geschäftsbereich Partnervertrieb sowohl ein Umsatzrückgang (von 40 auf 25 Mio. EUR) als auch ein negatives EBIT von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -2 Mio. EUR) vermeldet wurde, legte das Segment Anlagenbetrieb und Services deutlich zu: Der Umsatz stieg hier von 15 auf 19 Mio. EUR, das EBIT von 2,1 auf 3,2 Mio. EUR. Schließlich trug der Geschäftsbereich Stromproduktion einen kaum veränderten Umsatz von 6,9 Mio. EUR und ein leicht gestiegenes EBIT von 1,5 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei.

Die Aktien von S.A.G. Solarstrom sind im Frankfurter Prime Standard notiert, die beiden im Entry Standard gehandelten Mittelstandsanleihen im Gesamtvolumen von 42 Mio. EUR wurden Ende 2010 sowie im Juli 2012 begeben. Beide Bonds notieren bei rund 86% zwar unter pari, jedoch weit besser als andere Anleihen der Solarbranche.