
Das Segment Small- und MidCaps bietet ein günstiges Umfeld für aktive Stockpicker, insbesondere für fundamentale Bottom-up-Spezialisten. Von Birgitte Olsen*
Europa geht mit Rückenwind in das Jahr 2026. Die makroökonomischen Indikatoren stabilisieren sich, die PMIs haben ihren Tiefpunkt hinter sich gelassen und die EZB befindet sich auf einem Lockerungspfad. Gleichzeitig setzt die Fiskalpolitik starke Akzente: Deutschland startet ein Infrastrukturprogramm von 500 Mrd. EUR, erhöht die Verteidigungsausgaben auf 3.5% des BIP, und EU-weit fließen über Programme wie ‚Readiness 2030‘ weitere 800 Mrd. EUR in Modernisierung und Sicherheit.
Parallel dazu erwarten Ökonomen eine deutliche Beschleunigung der Wirtschaftsaktivität. Laut JP Morgan könnte Europa bereits im Sommer 2026 wieder rund 1% Wirtschaftswachstum erreichen und bis Jahresende auf 2% anziehen.
Für europäische Small und MidCaps ist diese Ausgangslage besonders relevant. Rund 60% ihrer Umsätze stammen aus Europa – während LargeCaps stärker global ausgerichtet sind. Die vergangenen Jahre waren für Nebenwerte herausfordernd: Energiepreisschocks, eine industrielle Rezession sowie Kapitalabflüsse von 11.5 Mrd. EUR seit 2021 belasteten die Bewertung. Doch nun dreht die Dynamik. Erstmals seit Jahren fließen wieder Mittel in europäische Small- und MidCaps.
Beispiel De…