
Der brandneue Restaurant Launch Report von METRO vergleicht 20 EU-Märkte – Deutschland landet auf Rang 7, Österreich und Tschechien deutlich weiter hinten. Topp ist Spanien.
Spanien ist laut Restaurant Launch Report aktuell der attraktivste EU-Markt für Gründer und Expansionspläne in der Gastronomie. Der Markt punktet vor allem mit starker Nachfrage und günstigen Rahmenbedingungen bei Kosten und Margen. Allein Touristen geben dort jährlich mehr als 98 Mrd. EUR aus – mehr als in Frankreich oder Italien.
Auf den Plätzen zwei und drei folgen überraschend Finnland und Dänemark, danach Schweden und Irland. Gerade die skandinavischen Märkte profitieren von vergleichsweise niedrigen Energiekosten. Bei Lebensmitteln und Getränken schneiden unter anderem Polen, Tschechien, Ungarn, Spanien und die Niederlande günstig ab.
Deutschland kommt mit 59,1 Punkten auf Rang 7 und zeigt ein gemischtes Bild: Das Wettbewerbs- und Immobilienumfeld wird vergleichsweise stabil bewertet, bei Nachfrage und Kosten liegt Deutschland im Mittelfeld. Deutlich schwächer fallen indes Gründung und Personal aus – hier bremsen laut Auswertung Bürokratie und die angespannte Personalsituation.
Noch bemerkenswerter ist der Blick auf die Schlusslichter: Österreich landet auf Rang 18, Ungarn auf 19 und Tschechien trotz günstiger Lebensmittelpreise sogar auf dem letzten Platz. Die Ergebnisse zeigen damit auch, dass einzelne Kosten- oder Standortvorteile allein noch keinen attraktiven Gesamtmarkt ergeben.
Für Gründer zählt neben den Kosten vor allem die Bürokratie. Besonders gründungsfreundlich schneiden Griechenland, Irland und die Niederlande ab; Deutschland, Österreich und Italien benötigen dem Report zufolge mehr Geduld. Bei der Personalverfügbarkeit zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede – Spanien und Portugal schneiden hier vergleichsweise gut ab.
Der Restaurant Launch Report des METRO Marktplatz vergleicht 20 EU-Märkte anhand von neun Faktoren aus den Bereichen Nachfrage, Kosten, Gründung/Personal sowie Wettbewerb/Immobilien. Die Teilbereiche werden gleich gewichtet; die Ergebnisse verstehen sich als vergleichende Orientierung, nicht als individuelle Standortanalyse.
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