
Evotec hat nach vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr 2026 den Ausblick für das Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert. Sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisprognose wurden erheblich reduziert.
Wie das Unternehmen per Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, erwartet Evotec für das erste Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von rund 300,1 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA von -42,7 Mio. EUR. Die Liquidität belief sich zum 30. Juni 2026 auf rund 465,6 Mio. EUR.
Umsatz- und Ergebnisprognose gesenkt
Für das Gesamtjahr rechnet Evotec nun mit Konzernumsätzen zwischen 570 und 610 Mio. EUR beziehungsweise 595 bis 635 Mio. EUR bei konstanten Wechselkursen.
Auch beim operativen Ergebnis erwartet das Unternehmen eine deutliche Verschlechterung. Das bereinigte EBITDA soll nun zwischen -70 und -105 Mio. EUR liegen beziehungsweise zwischen -60 und -90 Mio. EUR bei konstanten Wechselkursen.
Damit fällt die neue Prognose deutlich schwächer aus als bislang. Zuvor hatte Evotec Umsätze von 700 bis 780 Mio. EUR sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 0 und 40 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Abzuwarten bleibt die Reaktion am Kapitalmarkt.
Vorläufige Zahlen
Die veröffentlichten Kennzahlen basieren auf vorläufigen und ungeprüften Ergebnissen. Den vollständigen Halbjahresbericht will Evotec planmäßig am 13. August 2026 vorlegen.
Für Kapitalmarktteilnehmer stellt die deutliche Anpassung des Ausblicks eine wichtige Entwicklung dar. Insbesondere der Wechsel von einer bislang erwarteten positiven EBITDA-Entwicklung hin zu einem nun prognostizierten operativen Verlust dürfte die Erwartungen der Investoren beeinflussen. Gleichzeitig verfügt Evotec mit einer Liquidität von rund 465,6 Mio. EUR weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Die frühzeitige Anpassung des Ausblicks dürfte zudem dazu dienen, die Markterwartungen bereits vor der Veröffentlichung der vollständigen Halbjahreszahlen neu zu justieren. So können größere Enttäuschungen am Berichtstag vermieden und die Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt transparenter gestaltet werden.
Die Ad-hoc-Mitteilung dürfte in den kommenden Wochen den Fokus der Anleger auf die Ursachen der Prognosesenkung und die weiteren Perspektiven für das Geschäftsjahr 2026 richten. Zusätzliche Informationen erwartet der Markt mit der Veröffentlichung des vollständigen Halbjahresberichts im August.
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