Anleihen heute im Fokus: Strenesse, Grand City Properties, uhr.de

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Foto @ Strenesse AG

Chaos bei der insolventen Strenesse AG: Noch in der Vorwoche sollte das krisengeschüttelte Modelabel via Distressed Merger an die niederländische Maeg Holding veräußert werden. Allerdings scheiterte die Übernahme.

Da die Kaufpreiszahlung vom Investor nicht fristgerecht erbracht wurde, ist Insolvenzverwalter Dr. Jörg Nerlich vom Kaufvertrag zurückgetreten und hat die Geschäfte wieder an sich gezogen, hieß es vergangenen Freitag von Strenesse. Zuvor behauptete Maeg, dass die während des Investorenprozesses vorgelegten Angaben über die wirtschaftliche Situation von Strenesse falsch gewesen seien. Der wahre Investitionsbedarf zur Neuaufstellung des Modenunternehmens wäre demnach um ein Vielfaches höher, als auf Grundlage der zuvor vorgelegten Zahlen kalkuliert. Maeg, die zur polnischen Investorenfamilie Kucharczyk gehört, wollte ursprünglich alle 240 Mitarbeiter des schwäbischen Modelabels übernehmen und in eine neue GmbH einbringen.

Die Grand City Properties S.A. hat es schon wieder getan und ihren umlaufenden 1,5%-Corporate-Bond (2015/25) über zuletzt aufgestockte 400 Mio. EUR ein weiteres Mal ausgebautNeuer Immobond platziert: Die Grand City Properties S.A. zapft erneut den Bondmarkt an und begibt eine weitere, mit 2,75% p.a. verzinste Unternehmensanleihe mit unbeschränkter Laufzeit im Wege einer Privatplatzierung an ausschließlich institutionelle Investoren. Angesichts der starken Investorennachfrage wurde das zwischenzeitlich avisierte Emissionsvolumen von bis zu 150 Mio. EUR kurzerhand auf final 200 Mio. EUR aufgestockt. Die Ausgabe der in nominal 100.000 EUR gestückelten TSV erfolgte zu etwa 95.27%, Valutatag ist voraussichtlich um den 22. September. Der auf Wohnimmobilien mit hohem Optimierungspotenzial spezialisierte Investor wird die Anleihegelder zur Finanzierung des Firmenwachstums und/oder zur Tilgung bestehender Schulden verwenden.

Mit einer neuen Unternehmensanleihe geht auch die uhr.de AG an den Start: Ebenfalls im Wege einer institutionellen Privatplatzierung soll ein neuer Mini-Bond über bis zu 2 Mio. EUR und einem jährlichen Kupon von 7,25% ohne Wertpapierprospekt bei ausgewählten Investoren in Deutschland, Österreich und Luxemburg platziert werden. Weitere Details zu Anleihe sind nicht bekannt. Das eingeworbene Fremdkapital soll indes das weitere Wachstum der Gesellschaft, speziell den Ausbau des Onlineshops und die Aufstockung des Warenbestands, finanzieren.

Kurse- und Chartverlauf der genannten KMU-Anleihen finden Sie hier. Zum BondGuide Musterdepot geht’s hier.

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