ABO Energy braucht langen Atem bei der Sanierung – Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt

ABO Energy sieht sich laut Sanierungsgutachten weiter als sanierungsfähig – muss aber erneut schlechtere Zahlen einräumen.

Die ABO Energy GmbH & Co. KGaA hat einen ersten Entwurf ihres laufenden Sanierungsgutachtens erhalten. Demnach gilt das Unternehmen nach vorläufiger Einschätzung grundsätzlich als sanierungsfähig – allerdings nur unter der Voraussetzung einer tragfähigen Sanierungsfinanzierung mit den Finanzierungspartnern.

Die Gesellschaft muss infolge der Gutachtenergebnisse zugleich ihre Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr erneut dämpfen. Anders als bislang erhofft rechnet ABO Energy nun nicht mehr damit, bereits 2026 wieder ein positives Konzernergebnis erzielen zu können.

Grund hierfür seien die künftig notwendigen Investitionen für die umfassende Transformation und strategische Neuausrichtung des Unternehmens. Erst für das Geschäftsjahr 2027 erwartet die Gesellschaft auf operativer Ebene wieder die Rückkehr in die Gewinnzone beim EBITDA.

ABO Energy 2024/29

ABO Energy 2024/29

Zusätzlich verschärfe sich die Lage bilanziell: Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs im Jahr 2026 ist inzwischen ein Verlust der Hälfte des Grundkapitals eingetreten. Das Unternehmen wolle daher kurzfristig eine außerordentliche Hauptversammlung gemäß § 92 AktG einberufen.

Damit bleibt die Restrukturierung von ABO Energy weiterhin ein Kraftakt. Zwar liefert das Sanierungsgutachten zunächst ein positives Signal hinsichtlich der grundsätzlichen Fortführungsfähigkeit, zugleich macht die Mitteilung jedoch deutlich, wie hoch der Finanzierungs- und Anpassungsbedarf weiterhin ausfällt.

Die ABO Energy GmbH & Co. KGaA befindet sich seit geraumer Zeit in einer umfassenden Restrukturierungs- und Transformationsphase.

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