Tesla: auch Wandelanleihe fängt Feuer – schade für den amerikanischen Mittelständler

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Tesla Motors

Das Model S ist eigentlich der große Hoffnungsträger der amerikanischen Innovationsschmiede, hierzulande würde man „Mittelständler“ sagen. Doch mit den jüngsten Nachrichten kommt es ganz dick.

Hintergrund: Die Limousine Model S hatte in den USA in den vergangenen Wochen einige unerklärliche Brände. Dazu muss man wissen, dass diese Elektro-Limousine in den USA bereits den größten Marktanteil innerhalb der definierten Luxusklasse besitzt mit über 20%.

Die jüngsten Brände rufen nun Behörden auf den Plan, Rückrufe und Umrüstungen sind wahrscheinlich – weit entfernt damit der Plan von Tesla, in absehbarer Zeit profitabel zu werden. Pikant: Das Model S hatte die besten Sicherheitswerte. Käufer müssen sich auf eine lange Warteliste setzen lassen bis zum Liefertermin.

Mit knapp über 20.000 ausgelieferten Tesla S – Stückpreis ab 75.000 USD aufwärts, mit ’normalen‘ Extras locker 100.000 USD – ist Tesla bisher auf gutem Wege 40.000 Einheiten bis Ende 2014 zu erreichen. Wenn nicht noch mehr Ungemach dazwischen kommt.

Der sehr gute Börsendienst Motley Fool hat ausgerechnet, dass Tesla an der Börse mit dem rund 25-fachen hypothetischen 2016er Nachsteuergewinn bewertet wird – das sind Dimensionen von Facebook oder Twitter.

Was viele Anleger nicht wissen: Tesla hatte im Mai auch eine Wandelanleihe begeben mit Laufzeit bis 2018 (WKN A1HLEG bzw. ISIN US88160RAA95), Emissionsvolumen 600 Mio. USD. Der Kupon liegt bei 1,5%, die Zinsen werden halbjährlich gezahlt (nächstes Mal am 1.12.).

Aufgrund des starken Kursanstiegs der Aktie verhält sich diese Wandelanleihe längst 1:1 zum Aktienkurs – allerdings mit 1,5% garantierter Verzinsung. In den vergangenen Wochen fiel die Anleihe folglich genau wie der Tesla-Kurs.

Hinweis: Bei vielen Portalen wird die WKN nicht erkannt, da offenbar nicht eingepflegt.

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