Solen meldet Insolvenz an

Geht für Solen die Sonne unter? Quelle: David Fischer/pixelio.de

Der Solar-Systemanbieter Solen hat heute Insolvenz angemeldet. Damit zog das Unternehmen die Konsequenz aus zwei Gläubigerversammlungen, bei denen aufgrund zu geringer Präsenz die Sanierung der Anleihe gescheitert war. Der Geschäftsbetrieb soll trotz des Insolvenzantrags normal weiterlaufen.


„Für die operativen Einheiten gibt es bereits die ersten Anfragen von Investoren, die der Vorstand gemeinsam mit dem vom zuständigen Amtsgericht zu bestellenden vorläufigen Insolvenzverwalter auswerten wird“, erklärt Albert Kupfer, Vorstand der Solen AG. „Gemeinsam überlegen wir nun die nächsten Schritte, um die Gesellschaften zu reorganisieren.“ Er sieht gute Chancen, einen Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten.

Die Einschnitte im EEG, der Preisverfall in der Solarbranche in den letzten Jahren und nicht zuletzt die finanziellen Belastungen durch die Anleihe hatten das Unternehmen in Schieflage gebracht. „Da die Sanierung der Anleihe aufgrund der geringen Präsenz auf den zwei Gläubigerversammlungen nicht beschlossen werden konnte, waren wir leider gezwungen in die Insolvenz zu gehen“, zieht Kupfer Bilanz.

Noch unter dem alten Namen Payom Solar hatte Solen im April 2011 eine mit einem Kupon von 7,5% Anleihe im Volumen von 28 Mio. EUR im Bondm begeben. Der Bond wird inzwischen nur noch im Stuttgarter Freiverkehr gehandelt und notiert dort bei 7,5%. Die im Entry Standard notierten Aktien sind derzeit 0,14 EUR wert.