SolarWorld: Gläubiger und Eigner nicken Sanierungsplan ab

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Panthermedia/Dieter Beselt

Auf dem Weg zur finanziellen Restrukturierung erzielte die angeschlagene SolarWorld AG einen weiteren Meilenstein. So stimmten Gläubiger und Aktionäre auf den Anfang August speziell einberufenen Versammlungen den vorgeschlagenen Maßnahmen zur bilanziellen Restrukturierung des einstigen Vorzeigeunternehmens der hiesigen Solarbranche zu.

Der ausgearbeitete Rettungsplan sieht im Kern eine Kapitalherabsetzung im Verhältnis 150:1 mit einer sich anschließenden Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlagen vor. Im Zuge dessen tauschen die Gläubiger des Unternehmens – allen voran die Inhaber der ausstehenden Unternehmensanleihen sowie der Schuldschein- und weiterer Darlehensforderungen – etwa 55% ihrer Forderungen in neue SolarWorld-Aktien. Dadurch wird ein Großteil der Finanzverbindlichkeiten via Debt-Equity-Swap in Eigenkapital der Gesellschaft gewandelt. Als Entschädigung werden den Inhabern der beiden Altanleihen – ein 6,125%-Bond (2010/17) sowie eine 6,375%-Anleihe (2011/16) im Gesamtvolumen von 550 Mio. EUR – zusätzlich neue Schuldverschreibungen im Wert von 236 Mio. EUR angeboten. Die Umsetzung der Kapitalmaßnahmen soll laut SolarWorld im Zeitraum von November bis Februar 2014 erfolgen.