Scope-Studie: Können Emittenten die Refinanzierung ihrer Mittelstandsanleihen stemmen?

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Panthermedia/Marc Dietrich

Der Zahltag für Emittenten von Mittelstandsanleihen rückt für viele Unternehmen immer näher, läuft doch deren Laufzeit in den nächsten Jahren aus. Bereits 2014 ist es für manche Emittenten soweit: Die Refinanzierung steht an.

Einer Studie der Ratingagentur Scope zufolge wird im kommenden Jahr ein Volumen von 185 Mio. EUR fällig – Tendenz steigend. Darunter gute Bekante wie Air Berlin (III) mit allein 150 Mio. und Golden Gate mit 30 Mio. EUR. Auch die Anleihe von Maritim Vertrieb wird kommendes Jahr fällig, Volumen 25 Mio. EUR.  So soll das Refinanzierungsvolumen bis ins Jahr 2018 auf insgesamt 1,2 Mrd. EUR zulegen.

Aber die Ratingagentur zeigt sich optimistisch, dass „der weit überwiegende Teil der mittelständischen Unternehmen die auslaufenden Anleihevolumen erfolgreich refinanzieren wird – entweder mittels neuer Anleihe oder Bankfinanzierung. Insolvenzen als Folge fehlgeschlagener Refinanzierung erwartet Scope derzeit nur in Ausnahmefällen“, heißt es in der Mitteilung der Ratingagentur. Trotzdem könnte sich die Rückzahlung aufgrund der zunehmenden Risikoaufschläge verteuern – besonders für Unternehmen, bei denen die Anleihe einen besonders großen Teil der Bilanz ausmacht.

Durchschnittlich entspricht das Anleihevolumen laut Scope rund 27% der Bilanzsumme. Außerdem wagen immer kleinere Unternehmen den Schritt an den Bondmarkt.

Für die Analyse wurden von Scope sämtliche Mittelstandsanleihen berücksichtigt, die ihr Platzierungsvolumen veröffentlicht haben.

Anleihevolumen zur Refinanzierung. Quelle: Scope Rating

Quelle: Scope Rating