SANHA scheitert im ersten AGV-Anlauf, aber deutliche Mehrheit favorisiert Prolongationsvorschlag

SANHA verständigt sich mit großen Anleiheinvestoren auf gemeinsamen Prolongationsvorschlag

Vor wenigen Tag lud Sanitärspezialist SANHA zu einer ersten AGV ohne Versammlung – die Mindestteilnahmequote wurde erwartungsgemäß nicht erreicht. Die zweite ‚richtige‘ und wichtige AGV findet nunmehr am 15. September statt.

Konkret geht es um die Prolongation der bekannten SANHA-Anleihe 2013/18 (DE000A1TNA70). Immerhin 16% des ausstehenden Anleihevolumens – aktuell rund 37 Mio. EUR in der Summe – nahmen an der Anleihegläubigerversammlung ohne Präsenz Teil.

Die Zustimmung zum von der Gesellschaft vorgetragenen Sanierungskonzept lag indes bei über 90%. Teil des Vorschlags ist eine Verlängerung um nochmals fünf Jahre bis 2023, die Einbringung von Immobiliensicherheiten sowie eine jährliche Tilgung in Höhe von 10% des derzeitigen Bond-Volumens, beginnend ab 2019. Dies allerdings bei einem auf 5,5% p.a. reduzierten Zinskupon.

Die zweite und nunmehr entscheidende AGV findet am 15. September in Essen statt. Hier werden nur noch 25% des ausstehenden Anleihevolumens zur Beschlussfähigkeit benötigt (sog. Quorum).

Anleiheinhaber sollten sich rechtzeitig anmelden bzw. eine Vollmacht zur Vertretung an ihrer statt ausfüllen.

One Square Advisory Services GmbH: SANHA GmbH & Co. KG: One Square lehnt auch nach intensiver Analyse das von SANHA vorgeschlagene Restrukturierungskonzept ab und sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf

Geschäftsführer Bernd Kaimer zeigt sich zuversichtlich: „Die unzureichende Teilnahmequote kommt daher, dass uns viele größere Investoren einerseits zwar Zustimmung signalisiert haben, andererseits aber erst bei einer zu erwartenden zweiten Versammlung an der Abstimmung teilnehmen wollten“ – indes nicht ungewöhnlich.

Derweil flankieren vorläufige Geschäftszahlen des Konzerns für das erste Halbjahr das Vorhaben. So lag der Umsatz bei 51 Mio. EUR auf Vorjahresniveau sowie leicht über Plan. Das EBITDA betrug 4,9 Mio. EUR bei einer Marge von 10%, letzteres ebenfalls auf Vorjahresniveau. Unter dem Strich sei ein leicht positives Nettoergebnis übrig geblieben.

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