Katjes International: 2014er Rekordzahlen machen Lust auf Süßes, Anleihe bei 103%

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Das finale Zahlenwerk der Katjes International GmbH & Co. KG sollte den Geschmack der Anleger voll getroffen haben. Umsatz- und ertragsseitig ging es weiter nach oben. Derweil werde noch eruiert, welche Fremdkapitaltransaktion sinnvoll erscheint, um die Anschlussfinanzierung der gleichnamigen KMU-Anleihe (2011/16) über nominal 45 Mio. EUR sicherzustellen.

Bei einer Erhöhung der Konzernerlöse um knapp 12% auf 146,1 Mio. EUR konnte das nach IFRS aufgestellte operative Konzern-EBITDA auf 49,8 Mio. EUR mehr als verdreifacht werden. Das Konzernergebnis legte im Berichtsjahr ebenfalls überproportional von 4,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 28,8 Mio. EUR zu.

Trotz der Piasten-Akquisition zum Ende des dritten Quartals 2014 sind die liquiden Mittel des Katjes-Konzerns mit rund 9,4 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben. Die Konzerneigenkapitalquote verbesserte sich zum Stichtag 31. Dezember 2014 auf über 22%. Damit habe Katjes ihre Wachstumsstrategie auch 2014 mit eingefahrenen Rekordergebnissen erfolgreich umgesetzt.

Laut der Beteiligungsgesellschaft der operativen Schwesterfirma Katjes Fassin resultieren Umsatz- und Ergebniswachstum u.a. aus der Übernahme von Deutschlands größtem Hersteller von Dragees und Schokolinsen Piasten und den damit verbundenen Erstkonsolidierungseffekten sowie der deutlichen Ergebnissteigerung beim französischen Süßwarenhersteller Lutti – der bisher größten Beteiligung im Firmenportfolio von Katjes International. Ein weiterer Ergebnistreiber waren bessere Konditionen im Rohstoffeinkauf.

„Die sehr guten Ergebnisse des Jahres 2014 sind eine Bestätigung unseres Wachstumskurses. Als strategischer Investor verfolgen wir einen langfristigen Buy-and-Hold-Ansatz. Über die Akquisition starker Marken des westeuropäischen Zuckerwarenmarktes können wir verschiedene Synergieeffekte nutzen“, erläutert geschäftsführender Gesellschafter Tobias Bachmüller. Auch für 2015 erwartet das Unternehmen, das Beteiligungen an mehreren Süßwarenproduzenten in Westeuropa bündelt, bei Konzernumsätzen zwischen 205 und 215 Mio. EUR eine positive Geschäftsentwicklung.

KatjesZuletzt streckte Katjes ihre Fühler nach neuen Fremdmitteln aus. Zur Anschlussfinanzierung ihrer 7,125%-KMU-Anleihe erwägt die Beteiligungsgesellschaft neben einer möglichen Kreditaufnahme die Emission eines Schuldscheindarlehens oder einer weiteren Folgeanleihe. Hierfür habe Katjes Bankhaus Lampe und IKB Deutsche Industriebank mit der Durchführung einer Roadshow im Rahmen einer möglichen Fremdkapitaltransaktion mandatiert. Eine finale Entscheidung sei noch nicht getroffen. Wie CFO Stephan Milde gegenüber FINANCE bestätigte, „werde zunächst geprüft, was sinnvoll ist“. Möglich sei eine Unternehmensanleihe, ein syndizierter Kredit oder ein Schuldscheindarlehen. „Was wir am Ende tatsächlich unternehmen, hängt vom Marktumfeld ab“, so Milde. Zum BondGuide-Beitrag …

Der im reinen Freiverkehr der Düsseldorfer Börse umlaufende Katjes-Bond geht aktuell zu 103% über die Ladentheke. Ab 19. Juli 2015 ist das fünfjährige Wertpapier vorzeitig zu 101% des Nominalbetrags von Katjes kündbar.

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