Frischer Wind für MBB Clean Energy: Anlagenzukäufe in Italien

Panthermedia/Andreas Weber
Panthermedia/Andreas Weber

Der Projektierer von erneuerbaren Energie-Anlagen MBB Energy hat mehrheitlich Anteile an einem Windpark in Italien hinzugekauft. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel näher, kurzfristig eine Produktionsleistung von 1,5 Gigawatt erzielen zu können.  

Laut Unternehmen wurden die Kaufverträge zum Erwerb von 80% der Anteile am Windpark Nulvi-Tergu im Norden der Insel Sardinien von FRI-EL Green Power S.r.l. und der BBL S.à r.l. unterzeichnet. Die im Jahr 2008 in Betrieb genommene Anlage liege an einem außergewöhnlich guten Windstandort und produzierte im Jahr 2012 den jährlichen Stromverbrauch von ca. 14.000 Haushalten.

Die Gesamtnennleistung der Anlage liege bei 29,75 MW. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel näher, kurzfristig ein Anlagenportfolio von 1,5 GW aufzubauen. Die Strategie hatte CEO Eckhardt Misera im April in einem Interview mit dem BondGuide erklärt (hier).

Ursprünglich wollte MBB Clean Energy mit der im Mai emittierten Anleihe 300 Mio. EUR einnehmen, platziert werden konnten 72 Mio. EUR. Der Bond mit einer Laufzeit von sechs Jahren wird mit 6,25% verzinst und notiert derzeit bei 92% unter pari. Mitte September musste der Bond einen Kursabsturz um 10% auf 82% verkraften (Infos zur Anleihe: hier).

MBB Clean Energy möchte auf lange Sicht gesehen einer der führenden Erzeuger „sauberer Energie“ in Deutschland werden. Dazu kauft und betreibt das Unternehmen europäische und internationale Energieprojekte. Nach eigenen Angaben investiert es dabei ausschließlich in Anlagen, die über einen gesicherten Netzanschluss und damit gesicherte Cashflows verfügen.