Deutsche Annington pflegt heißen Draht zum Bondmarkt – Eurobonds stabil über pari

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Deutsche Annington SE

Nach dem Aktienmarktdebüt im Juli und der darauffolgenden Fremdmittelaufnahme via Bondemission hat sich die Deutsche Annington Immobilien SE kürzlich abermals mit frischen Anleihegeldern eingedeckt. Laut Annington ist damit die sukzessive Refinanzierung von ‘GRAND’ abgeschlossen.

Wie Deutschlands größte Wohnimmobiliengesellschaft Anfang Oktober informierte, gelang zuletzt die Emission eines in USD denominierten Corporate Bonds sowie die Begebung einer weiteren Schuldverschreibung im Wege eines neuen Anleihenemissionsprogramms. Der US-Bond wurde in zwei Tranchen à 750 und 250 Mio. USD und Laufzeiten von vier und zehn Jahren ausgegeben, die Kupons lauten auf 3,2% (2013/17) und 5% (2013/23). Die nicht börsennotierte Emission sei vollständig gegen Währungsrisiken abgesichert. Mit einem Gesamtwert von 1 Mrd. USD (respektive 740 Mio. EUR) war Annington damit erstmalig auf dem US-Bondmarkt aktiv. „Die Transaktion ist die bisher zweitgrößte Anleiheemission in der Immobilienbranche in den USA und die größte US-Emission eines europäischen Immobilienunternehmens“, so die Bochumer in der Pressemitteilung.

Zusätzlich zur US-Emission hat Annington ein neues Schuldverschreibungsprogramm im Gesamtvolumen von 4 Mrd. EUR aufgelegt. Die 500-Mio.-EUR-Erstemission mit Endfälligkeit im Oktober 2021 zahlt Investoren einen Kupon von 3,625% p.a. Das an der Luxemburger Börse zugelassene, in nominal 1.000 EUR gestückelte Wertpapier geht aktuell zu 102% um.

Beide Neuemissionen verfügen über die gleichen Schutzklauseln und entsprechen europäischen und US-amerikanischen Standards. Die von S&P mit BBB gerateten Bonds sind durch den Annington-Konzern garantiert, als Emittentin fungierte wiederum die Refinanzierungsgesellschaft Deutsche Annington Finance B.V. Die Anleiheerlöse dienen der Refinanzierung eines unbesicherten 2,3-Mrd.-EUR-Darlehens, dass Annington erst im Juli zur vollständigen Ablösung der Verbindlichkeiten gegenüber German Residential Asset Note Distributor Plc. (GRAND) aufgenommen hatte. Auch die Platzierung im Juli über 1,3 Mrd. EUR (BondGuide berichtete) – 2,125%-Bond (2013/16) über 700 Mio. EUR und die 600-Mio.-EUR-Tranche (2013/19 mit 3,125%-Kupon – wurde zur Teilablösung des Kredits verwendet.

„Ich freue mich, dass wir mit diesen Transaktionen den fast dreijährigen Refinanzierungsprozess von GRAND – der bisher größten europäischen Verbriefung – erfolgreich abschließen konnten. Der Erfolg der fünf maßgeblichen Emissionen in Europa und den USA mit einem Gesamtvolumen von rund 2,5 Mrd. EUR in einem Zeitraum von weniger als drei Monaten unterstreicht abermals die finanzielle Stärke und Attraktivität unseres Geschäfts“, betont Annington-CFO Dr. A. Stefan Kirsten. „Wir verfügen nun über die finanzielle Flexibilität, um die Deutsche Annington ganz im Sinne unserer Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter weiterzuentwickeln und das enorme Potential des Unternehmens nachhaltig zu heben“, ergänzt CEO Rolf Buch.

Mit den Emissionen habe Annington eigenen Angaben zufolge bis April 2015 keine wesentlichen Refinanzierungsanforderungen mehr zu stemmen. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten des Fremdkapitals würden sich im kommenden Jahr auf 3,3% belaufen.