Anleihen heute im Fokus: Stern Immobilien, SAF-Holland, Windreich

Quelle: Windreich AG

Stern Immobilien meldet einen Veräußerungserfolg, SAF-Holland meldet Geschäftszahlen für 2016 und Windparkprojektierer Windreich verkündet ein alternativloses Gebot eines Interessenten.

So die Münchner Stern Immobilien ein projektiertes Wohnprojekt in Grünwald zu einem knapp im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegenden Betrag mit Gewinn an eine bundesweit tätige Bauträgergesellschaft veräußert. Damit sei eine Baugenehmigung für 14 Doppelhaushälften realisiert worden. Der Kaufpreise werde in mehreren Tranchen innerhalb der nächsten Quartale beglichen. Die Stern-Anleihe 2013/18 profitierte im gestrigen Handel noch nicht von den Nachrichten und notiert weiter bei rund 85%.

Geschäftszahlen bei Lkw-Zulieferer SAF-Holland aus dem bayerischen Bessenbach: Die Umsatzerlöse lagen im vergangenen Jahr bei 1,042 Mrd. EUR auf Vorjahreshöhe. Die bereinigte EBIT-Marge fiel bei 8,7% genau im prognostizierten Rahmen aus. So soll auch die Dividende für 2016 um 10% auf 0,44 EUR je Aktie steigen. Für das laufende Jahr rechnet SAF-Holland mit leichten Steigerungen in allen Zahlen. SAF-Holland hat mehrere Unternehmensanleihen ausstehend, die bekannteste darunter dürfte die Anleihe 2012/18 über 75 Mio. EUR sein – sie bietet noch 1,5% p.a. bis zur rechnerischen Endfälligkeit nächstes Jahr.

Auch wenn nicht mehr börsennotiert, so interessiert viele Gläubiger der zwischenzeitlich insolventen Windreich AG die zu erwartete Recovery. In einem Schreiben an seine Investoren meldet Windreichs Ex-CEO Willi Balz, dass das auf 107 Mio. EUR für 75 % von MEG1/Merkur lautende verbindliche Angebot des Bieterkonsortiums notariell beglaubigt und an das Sanierungsmanagement übermittelt worden sei. Der volle Kaufpreis fließe in das Eigenkapital des Windparkprojektierers ein. Das Angebot, so Balz, sei an keine Nebenbedingungen geknüpft und käme von einem in der deutschen Offshore-Industrie bekannt zuverlässigen und fachkundigen Marktteilnehmer – der Baubeginn starte daher in Kürze. Das Angebot, so Balz weiter, sei aus rationalen Gründen unablehnbar. Was es für Gläubiger von Windreich bedeute, lässt sich aktuell noch schwer einschätzen.

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