Anleihen heute im Fokus: 3W Power, friedola, Air Berlin

3W Power: virtuelle Anleihegläubigerversammlungen in der ersten Dezemberhälfte
Foto @ 3W Power S.A. / AEG Power Solutions

Wie Anfang Oktober beschlossen, legt 3W Power einen neuen Wandler auf. Das nachrangige, fünfjährige Wertpapier im Volumen von 14 Mio. EUR wird mit 5,5% p.a. fix verzinst und berechtigt zur Wandlung in 3W-Aktien. Der anfängliche Wandlungspreis lautet zunächst auf 0,60 EUR je Aktie. Zur Wochenmitte außerdem in den BondGuide-News: friedola und Air Berlin.

Die 3W Power S.A. begibt eine neue Wandelanleihe: Wie auf dem zweiten Anleihegläubigertreffen Anfang Oktober beschlossen, emittiert die Holdinggesellschaft der auf Stromversorgungslösungen spezialisierten AEG Power Solutions Gruppe eine neue Wandelschuldverschreibung über 14 Mio. EUR. Das Wertpapier ohne Wandlungspflicht wird mit jährlich 5,5% fix verzinst und hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Wandlungspreis wurde zunächst bei 0,60 EUR je 3W-Aktie festgelegt. Der Wandler ist gegenüber der ausstehenden, vorrangig besicherten 6%-Unternehmensanleihe (2014/19) über 50 Mio. EUR nachrangig. Die Privatplatzierung an institutionellen Investoren wurde von der Oddo Seydler Bank betreut.

Die friedola Gebr. Holzapfel GmbH hängt die Schwimmflügel an den Haken: Der Hersteller von Heimtextilien, Sport- und Freizeitartikeln hat im Rahmen seiner strategischen Neuausrichtung die Markenrechte BEMA und Wehncke an die Happy People GmbH & Co. KG veräußert. Der Kaufvertrag sei bereits vollzogen worden, teilte das Unternehmen gestern mit. Der Markenverkauf und Rückzug aus dem Handelswarensegment saisonabhängiger Aufblasartikel sei ein wichtiger Meilenstein in der laufenden Restrukturierung, so friedola weiter. In Zukunft will sich friedola auf die Eigenfertigung von kunststoffbasierten Interieur- und Exterieur-Ausstattungen wie Tisch- und Bodenbeläge, Garten- und Freizeitartikel sowie statische und technische Folien konzentrieren. Auch die Bereiche Wellness und Yoga werden als strategisch interessante Wachstumsfelder gesehen.

Die Air Berlin PLC fliegt im dritten Quartal 2015 aus der Verlustzone: Danach erzielte Deutschlands zweitgrößte Fluglinie im Berichtsquartal einen Konzernerlös von 1,30 Mrd. EUR (-1% ggü. Q3/2014). Das Konzern-EBITDAR stieg im Quartalsvergleich um gut 9% auf 256 Mio. EUR. Auch vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb die Airline mit einem Plus von ebenfalls gut 9% auf 81,4 Mio. EUR auf Kurs. Nach Steuern und einem auf -20,9 Mio. EUR leicht verbesserten Finanzergebnis (Q3/2014: -24,5 Mio. EUR) flog Air Berlin einen Periodenüberschuss von 56,2 Mio. EUR nach 49,9 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahresquartal ein. Bei einer zum Stichtag 30. September auf rund 1,70 Mrd. EUR leicht verkürzten Bilanzsumme (31.12.14: 1,86 Mrd. EUR) lautete das negative Eigenkapital auf -544 Mio. EUR (-575 Mio. EUR in Q2/2015) und die Nettoverschuldung 787 Mio. EUR (767 Mio. EUR in Q2/2015). Unterdessen ist die im November 2010 ausgereichte 8,5%-Unternehmensanleihe (2010/15) über zuletzt noch etwa 196 Mio. EUR gestern regulär ausgelaufen.

Kurse- und Chartverlauf der genannten KMU-Anleihen finden Sie hier. Zum BondGuide Musterdepot geht’s hier.

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