Alno brät an: Restrukturierung eingeleitet – was wird aus der Alno-Anleihe?

Alno Küche lila

Der Küchenspezialist leitet seine neuerliche Restrukturierung ein, COO Manfred Scholz geht aufgrund unterschiedlicher Auffassungen. Werden Anleihe-Inhaber zu einem Sanierungsbeitrag gebeten?

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Verlagerung der Produktion der Piatti Küchen nach Pfullendorf Ende 2014 gehe es für Alno nun darum, Kundenservice und Produktion aller vier deutschen Werke des ALNO Konzerns deutlich zu flexibilisieren und zu professionalisieren.

In den vergangenen Jahren schwankte die Auslastung in den Werken teilweise sehr stark. Dem gegenüber stehen Standorte, an denen Belastungsspitzen über Sonderschichten und Leiharbeiter ausgeglichen werden müssen. Allein in 2014 musste die ALNO rund 5 Mio. EUR dafür ausgeben. Mindestens diese Summe solle nun durch ein professionelles und flexibles Produktionsmanagement eingespart werden. Auch das Marken- und Produktportfolio werde weiter optimiert, so Alno heute.

Derweil gibt der Aufsichtsrat COO Manfred Scholz den Laufpass: Sein Vertrag werde mit Wirkung Ende Februar aufgehoben – angeblich auf eigenen Wunsch, vor dem Hintergrund „unterschiedlicher Auffassungen über die weitere strategische Ausrichtung“. Insider wissen, dass diese Formulierung so ähnlich wie bei Arbeitszeugnissen der Höchststrafe innerhalb von Adhoc-Meldungen bezüglich Vorstandsdemissionen gleichkommt.

Die hochprozentige Anleihe von Alno 2013/18 (8,5%, Entry Standard, 45 Mio. EUR) köchelt derzeit bei rund 72,5% weiter vor sich hin. Im Tief stand sie Ende 2014 gar einmal bei nur noch 40% auf Ramschniveau. Bei über 70% ist der Markt sich immerhin unklar darüber, ob die laufende Dauerrestrukturierung beim Küchenprofi auch einen Sanierungsbeitrag der Anleihegläubiger einfordern wird. Realistischerweise muss man davon ausgehen.

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