EZB-Direktor Coeure: Werden keine Risikopapiere von Firmen übernehmen

Schlagworte: Mittelstand / EZB
Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Kreditversorgung für kleine und mittelständische Unternehmen verbessern. Benoit Coeure, Mitglied im EZB-Direktorium, warnte in einer Rede auf einer Wirtschaftskonferenz der Universität Orleans aber davor, dass die Notenbank keine Schrottpapiere übernehmen werde. „Die EZB kann nur innerhalb ihres Mandats handeln.“ Die Übernahme unprofitabler Wertpapiere aus den Bilanzen der Banken würde bedeuten, dass die EZB Transaktionen übernehme, die kein anderer Marktakteur vornehmen würde, sagte Coeure. Die Notenbank werde auch unterschiedliche Finanzierungskosten, die aus unterschiedlichen Risikoumfeldern oder aus einer ungenügenden Kapitalausstattung resultierten, nicht künstlich beseitigen. Die EZB will gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) die Finanzierung kleiner und mittlerer Firmen anschieben. Die Geschäftsbanken, die jetzt das Risiko von Krediten an einen Mittelständler aus Südeuropa fürchten, sollen diese in Verbriefungen bündeln können. Dann könnte zum Beispiel die EIB diese Verbriefungen kaufen und bei der EZB als Sicherheiten für Repo-Geschäfte hinterlegen.
Quelle: Dow Jones News

Studie: Schuldenkrise verunsichert Berliner Mittelstand

Schlagworte: Mittelstand / Export
Berliner Mittelständler haben wenig Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung. Vier von fünf Unternehmen aus der Hauptstadt erwarten in den kommenden Jahren eine schwache Konjunktur im Euro-Raum. Das geht aus einer aktuellen Mittelstandsstudie der Commerzbank hervor. Demnach sind die Firmen durch die seit Jahren anhaltende Schuldenkrise verunsichert.
94 Prozent der befragten Berliner Unternehmen wollen stärker auf den Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten setzen. Über 60 Prozent treibt die Sorge vor einer wachsenden Inflation im gemeinsamen Währungsraum um. Knapp 40 Prozent rechnen gar damit, dass die EU Mitgliedsstaaten wie Deutschland Maßnahmen verordnen könnte, um ihre Exportüberschüsse einzudämmen.
„Die Studie zeigt aber auch, dass der Mittelstand in Berlin bei aller Skepsis im internationalen Geschäft gut aufgestellt ist“, sagt Jörg Frischholz, Chef der Berliner Mittelstandsbank bei der Commerzbank. Mehr als zwei Drittel der international ausgerichteten Unternehmen in Berlin lieferten ihre Produkte bereits in Märkte jenseits von Europa, Nordamerika oder Japan. Schon jedes dritte international tätige Unternehmen aus der Hauptstadt sei vertraglich an Partner im Ausland gebunden. Vor fünf Jahren traf das nur auf jedes fünfte Unternehmen zu.
bfr/Tagesspiegel

gamigo AG: Spiele-Bond für den Entry Standard

gamigo: Aufbruch zum Entry Standard Quelle: gamigo AG
Der Publisher und Vermarkter von Online-Spielen gamigo plante im Juni, eine Mittelstandsanleihe zu begeben. Mit diesem Schritt will das Hamburger Unternehmen bis zu 15 Mio. EUR einsammeln. Die frischen finanziellen Mittel sollen in das weitere Wachstum, die weitere Internationalisierung mittels der regionalen Ausweitung der Lizenzen sowie Akquisitionen im Rahmen der Expansionsstrategie fließen. Im Rahmen der aktuellen Strategie will man sowohl organisch als auch anorganische wachsen. Weiterlesen

Private Equity-Investments in Familienunternehmen

Schlagworte: Familienunternehmen / Private Equity
Das Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) hat den aktuell veröffentlichten X. Band in der “Schriftenreihe zu Familienunternehmen“ veröffentlicht: Der neueste Band „Private Equity Investments in Family Businesses – An Empirical Investigation of the Organizational Metamorphosis“ von Götz Müller setzt sich intensiv mit dem Thema Private Equity (PE) in Familienunternehmen auseinander. Investitionen von PE-Firmen in Familienunternehmen werden laut WIFU für beide Parteien zunehmend relevanter. Um dieser steigenden Bedeutung Rechnung zu tragen, wurde die Veränderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Familienunternehmen im Zuge einer PE-Investition in acht Fallstudien untersucht. Es wurde danach gefragt, wie sich die Organisation durch die Intervention verändert. Die Resultate zeigen zum einen eine neutrale bis durchaus positive Veränderung der Leistungsfähigkeit, wenn Private Equity-Häuser eine Minderheits- bzw. Mehrheitsbeteiligung in Familienunternehmen erwerben, zum anderen bleibt der Charakter eines Unternehmens als „Familienunternehmen“ durchaus erhalten. „Die Ergebnisse zeigen, dass Mehrheitsbeteiligungen das individuelle Leistungsverhalten des Managements anspornen“, so Müller. „Dies beruht vor allem darauf, dass sich jene Firmen zunehmend der Umwelt und den veränderten Marktbedingungen stellen und neue Operationsweisen adaptieren.“
bfr

Steigende Nachfrage nach KfW-Förderung

Schlagworte: Mittelstand / KfW-Förderung
Die Fördertätigkeit der KfW Bankengruppe hat sich im ersten Quartal 2013 weiter positiv entwickelt. Der Schwerpunkt lag auch zu Beginn dieses Jahres auf Finanzierungen in den Bereichen Mittelstandsförderung sowie Umwelt und Klimaschutz, wie die KfW mitteilt. Das Gesamtfördervolumen betrug im ersten Quartal 15,6 (Vorjahr 14,7) Mrd. Euro. Den größten Zuwachs mit rund 16 Prozent erzielten die Zusagen des inländischen Fördergeschäfts mit 12,2 (10,5) Mrd. Euro. „Die Nachfrage nach unseren Förderkrediten entwickelte sich im ersten Quartal weiter positiv. Dies ist ein gutes Zeichen in einer konjunkturell herausfordernden Zeit“, erklärt Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe. „Insbesondere stieg der Anteil der Mittelstandsfinanzierung auf 52 Prozent der Zusagen. Zudem konnten wir konzernweit Förderzusagen im Bereich Umwelt und Klima in Höhe von 37 Prozent der Gesamtzusagen verzeichnen.“ Die Ertragslage habe sich im ersten Quartal 2013 mit einem Konzerngewinn von 477 (Vorjahr 697) Mio. Euro gut entwickelt. Der für die Steuerung der KfW relevante Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen lag mit 542 (685) Mio. Euro auf einem hohen Niveau, so die KfW weiter.
bfr

Wallenborn Adria Wind plant Anleihe im Volumen von bis zu 80 Mio. EUR

Der Windpark Senj speist 42MW in das kroatische Netz.  Quelle: Wallenborn Adria Wind GmbH
Die Wallenborn Adria Wind GmbH plant in nächster Zeit eine umfangreich besicherte Mittelstandsanleihe im Volumen von bis zu 80 Mio. EUR zu begeben. Die Schuldverschreibung soll im m:access der Börse München notiert werden. Besichert ist die Anleihe unter anderem mit Sachanlagen wie Windrädern aus dem größten Windpark im EU-Beitrittsland Kroatien. Die Erlöse aus der Emission sollen vorrangig zur Refinanzierung des bestehenden Windparks nahe der kroatischen Stadt Senj genutzt werden. Emissionsdetails und Anleiherating werden in Kürze veröffentlicht.Weiterlesen

Bankenfachverband: Leitbild zur Mittelstandsfinanzierung

Schlagworte: Mittelstand / Finanzierung
Der Bankenfachverband hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung ein neues Leitbild zur Mittelstandsfinanzierung verabschiedet. Darin bekennen sich die auf die Investitionsfinanzierung spezialisierten Kreditbanken zur Finanzierung des Mittelstands. „Jeder Euro, den wir an Unternehmen verleihen, fließt direkt in die Realwirtschaft und kurbelt die Konjunktur an“, sagte Peter Wacket, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Durch das Leitbild betont der Verband die Fokussierung seiner Mitglieder auf das Kreditgeschäft und grenzt sich damit von anderen Bankengruppen ab. Durch die Spezialisierung auf das Firmenkreditgeschäft hängt ihr eigener wirtschaftlicher Erfolg direkt von der Entwicklung ihrer mittelständischen Kunden ab. Daher bekennen sich die Kreditbanken dazu, auch in schwierigen Zeiten zu ihren Kunden zu stehen. Kern des Leitbilds ist die Verantwortung für mittelständische Kunden, die eigenen Mitarbeiter und die Gesellschafter. Die Kreditbanken haben aufgrund ihrer Größe oft selbst mittelständische Strukturen. Dem Leitbild entspricht es auch, den Kunden aufzuzeigen, wie sie ihre Bonität verbessern können. Der Bankenfachverband vertritt die Interessen der Kreditbanken in Deutschland; knapp zwei Drittel der Mitglieder finanzieren gewerbliche Investitionen vom Pkw, über Bau- und Produktionsmaschinen bis hin zu Lkws und Medizintechnik.
bfr

HDE fordert steuerliche Entlastung

Schlagworte: Einzelhandel / Steuern
Der Handelsverband Deutschland (HDE) setzt sich mit Blick auf die Bundestagswahl für eine steuerliche Entlastung der Unternehmen und gegen Substanzbesteuerung ein. Der Staat habe angesichts der rekordhaft hohen Steuereinnahmen kein Einnahmeproblem. „Die Haushaltskonsolidierung darf nicht bei den Einnahmen, sondern in erster Linie bei den Ausgaben ansetzen", so HDE-Vizepräsident Friedrich G. Conzen. Der Verband fordert ein einfaches und systematisches Steuerrecht. Dazu gehört, dass betriebliche Kosten steuerlich anerkannt werden. Die Besteuerung von Vermögenssubstanz durch die immer wieder diskutierte Vermögensteuer würde die Situation vor allem ertragsschwacher Unternehmen weiter verschlechtern und dem Wirtschaftsstandort Schaden zufügen. Die Gewerbesteuer sähe der HDE am liebsten in die Einkommensbesteuerung integriert, zumindest aber sollten die Hinzurechnungsvorschriften so verändert werden, dass keine Kosten mehr besteuert werden. Bei der Erbschaftsteuer warnt der Verband vor Belastungen, die die Unternehmensnachfolge gefährden könnten. Grundsätzlich positiv bewertet der HDE dagegen den Antrag der Regierungskoalition im Bundestag zur Stärkung des Mittelstandes. "Die Politik hat klar und deutlich die für den Mittelstand drängendsten Probleme wie teure Energie, Steuer- und Bürokratielasten sowie den demographischen Wandel benannt. Jetzt müssen aber auch weitere Taten folgen", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eines der größten Risiken sei die Konzeptlosigkeit der Bundesregierung bei der Energiewende.
bfr

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