Helma Eigenheimbau II: „Das nachhaltige Wachstum spiegelt sich in der Höhe des Kupons wider“

Gerrit Janssen
Gerrit Janssan, CFO, Helma Eigenheimbau AG

Helma begibt eine zweite Anleihe. Mit diesem Schritt will der Spezialist für Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte bis zu 25 Mio. EUR einsammeln. Im Gespräch mit BondGuide erklärt CFO Gerrit Janssen,  warum  die Gesellschaft eine zweite Anleihe begibt und wie der Emissionserlös eingesetzt werden soll.

Interview mit Gerrit Janssen, CFA Finanzvorstand, Helma Eigenheimbau AG

BondGuide: Herr Janssen, warum haben Sie sich für eine zweite Anleihe entschieden?
Janssen: Die Helma Eigenheimbau AG schreibt eine Wachstumsgeschichte mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von 22 % seit 2009 bei gleichzeitig überproportionaler Ergebnissteigerung. Dieses Jahr wollen wir beim Umsatz von 114 Mio. EUR auf 140 Mio. EUR weiter wachsen und innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 250 Mio. EUR. Dafür schaffen wir aktuell die finanziellen Voraussetzungen. Beide Anleihen sind für uns eine zusätzlich Option in unserer Finanzierungsstrategie. Denn ein wichtiger Wachstumstreiber ist unser Bauträgergeschäft, das sich von unseren traditionellen Baudienstleistungen für Massivhäuser nur dadurch unterscheidet, dass wir unseren Kunden zusätzlich zu den Baudienstleistungen auch das passende Grundstück anbieten. Auch wenn wir den Ankauf dieser Grundstücke bis zu 80 % über Bankdarlehen finanzieren, steigt doch unser gesamter Finanzierungsbedarf, und dem begegnen wir unter anderem mit unserer zweiten Anleihe.

BondGuide: Und wofür sollen die Mittel aus der zweiten Anleihe genau verwendet werden?
Janssen: Sie dienen zu 100 % der Wachstumsfinanzierung.

BondGuide: Mit 5,875 % liegt der Kupon unter dem der ersten Anleihe sowie unter dem Durchschnitt. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Janssen: Unser Unternehmen hat sich seit der Begebung der ersten Anleihe im Geschäftsjahr 2010 kontinuierlich und erfolgreich weiterentwickelt. So konnten wir in 2012 nahezu doppelt so hohe Umsatzerlöse ausweisen wie drei Jahre zuvor. Zudem hat sich unser Unternehmensergebnis in dem genannten Zeitraum vervielfacht. Es war für uns daher klar, dass sich dieses nachhaltige Wachstum auch in der Höhe des Kupons der neuen Anleihe widerspiegeln muss. Wir haben daher den Kupon mit 5,875 % etwas niedriger festgelegt als bei der ersten Anleihe in 2010. Aus den bisherigen Investorengesprächen wissen wir, dass dies von Investorenseite ähnlich gesehen und unsere Anleihe im Gesamtpaket als attraktiv eingestuft wird.

BondGuide: Warum soll die Anleihe dieses Mal im Frankfurter Entry Standard notieren?
Janssen: Wir haben uns für den Marktführer entschieden. Unseren Investoren wollen wir die bestmögliche Liquidität und Betreuung bieten. Auch unsere Aktien notieren in Frankfurt im Entry Standard, und wir haben hier durchweg gute Erfahrungen gemacht.

BondGuide: Herr Janssen, vielen Dank für die interessanten Einblicke.

Das Interview führte Maximiliane Worch.

Anleiheübersicht – Helma II

WKN                                      A1X 3HZ
Erstnotiz                               vsl. 19. September
Zeichnungsfrist                   9. – 17. September
Ausgabepreis                      100%
Kupon                                   5,875%
Stückelung                           1.000 EUR
Marktsegment                    Entry Standard für Anleihen, Börse Frankfurt
Emissionsvolumen             bis zu 25 Mio. EUR
Rating                                   BBB (Creditreform)
Banken/Sales                      Steubing
Internet                                www.helma.de