High Yield – global denken, global handeln

Foto: © Olivier Le Moal – stock.adobe.com
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Ein steiler Anstieg der Zinssätze könnte die Renditen der Hochzinsanleihen unter Wasser setzen, aber ein globaler Ansatz und ein Fokus auf kurze Duration kann den Anlegern helfen, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, meint Kevin Mathews, Global Head of High Yield, bei Aviva Investors.

Anleiheanleger hatten genug Zeit, um sich auf das unvermeidliche Ende der lockeren Geldpolitik der großen globalen Zentralbanken vorzubereiten. Der Zeitpunkt scheint jetzt gekommen zu sein: Die US-Notenbank plant 2018 drei Zinserhöhungen und könnte in den kommenden Jahren noch aggressiver vorgehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte ihr Wertpapierkaufprogramm im September einstellen. Danach ist auch im Euroraum mit Zinserhöhungen zu rechnen.

Die Renditen der maßgeblichen Benchmarkanleihen sind entsprechend gestiegen: Ende April übersprang die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries erstmals seit 2014 wieder die Marke von 3% und im Februar erreichten 10-jährige Bundesanleihen mit 0,76% das höchste Niveau seit zwei Jahren.

Foto: © Philip – stock.adobe.com

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In den Jahren, in denen die Zinssätze rückläufig waren, waren längerfristige Anleihen aufgrund der Renditen besonders stark gefragt, woraufhin die Gesamtduration des Anleihemarktes Rekordniveau erreichte. Jetzt, da sich die Zinsentwicklung ändert, sorgen sich Anleger immer stärker um das Durationsrisiko und versuchen, sich von Positionen mit längeren Laufzeiten zu trennen.

Höhere Zinssätze und das Ende der lockeren Geldpolitik sind jedoch kein Grund für Schwarzmalerei. Insbesondere internationale Hochzinsanleihen können im Vergleich zu anderen Anlageklassen bei steigenden Zinssätzen für die nötige Widerstandskraft sorgen.